Marketing für Vereine – die 5 häufigsten Website-Fehler

Marketing für Vereine – die 5 häufigsten Website-Fehler

Möchtest, dass sich mehr Menschen für deinen Verein interessieren und suchst du nach Möglichkeiten Mitglieder zu gewinnen

Erfolgreiches Online-Marketing für Vereine stellt die Website ins Zentrum.

Hier legst du die Grundlagen für dein Vereinsmarketing.

Damit deine Website die für dein Marketing brauchbar ist, solltest du die 5 häufigsten Website-Fehler ausmerzen.

Marketing für Vereine: die 5 häufigsten Fehler auf Vereinswebsites

Auf vielen Vereins-Websites finden sich Fehler, die einfach zu beheben sind.

Anhand des Beispiels der Website eines Natur-Vereins zeige ich dir die 5 häufigsten Fehler auf und gebe dir Tipps, wie du es richtig machst.

Diese Tipps kannst du auch für Websites von Vereinen mit anderen Themen adaptieren und umsetzen.

Website-Fehler Nr. 1: Du sorgst für den «Hä?-Effekt»

Auf der Startseite von Vereins-Websites erkennt man oft nur schwer, worum es eigentlich geht. 

Wer aber zuerst herumsuchen muss, ist schnell genervt und dann auch schnell wieder weg.

Es nützt dir nicht viel, wenn sich nur ein paar Mitglieder auf deiner Seite tummeln.

Neue Mitglieder und Menschen, die sich für dein Vereins-Thema interessieren, wirst du so nicht finden.

Wenn du deine Website bekannt machen willst, sollte schon auf der Home-Seite deiner Vereins-Website spätestens nach drei Sekunden erkennbar sein, was dein Thema ist. 

Schreibe dort, was das Ziel deines Vereins ist und wofür sich die Mitglieder engagieren.

Website-Fehler Nr. 2: Du unterliegst dem «Ego-Irrtum»

Ein Beispiel: Wer auf der Website eines Natur-Vereins landet, interessiert sich für die Natur, also für Tiere und Pflanzen.

Trotzdem sind viele Websites von Naturschutzvereinen gespickt mit Fotos von Menschen.

Schon klar: Für die Mitglieder, die dabei waren, ist es schön auf den Fotos von einem Anlass ihre Kollegen oder sich selbst zu entdecken. 

Jeder andere Naturfreund, der deine Website besucht, findet das aber eher öde.

Suche die Fotos für deine Website deshalb so aus, dass sie für deine potenziellen Mitglieder interessant sind.

Naturfreunde möchten Tiere und Pflanzen sehen, nicht Menschen.

Wenn du beispielsweise Bilder von deiner letzten Exkursion online stellst und hoffst, damit den Leuten Lust auf den nächsten Ausflug zu machen, dann veröffentliche nicht nur Bilder von Leuten, die durch ein Fernrohr schauen.

Zeige, was diese Person durch das Fernrohr sieht.

Marketing für Vereine - die richtigen Fotos

Deine Website-Besucher möchten wissen, was es am anderen Ende des Fernrohrs so unwiderstehlich Interessantes zu sehen gibt.

Website-Fehler Nr. 3: Du machst den «Moralisten-Fehler»

Wenn du Mitglieder für deinen Verein gewinnen möchtest, dann:

Zeige den Leuten, die deine Website besuchen, WOFÜR sie sich engagieren sollen und nicht wogegen.

Auf der Website deines Natur-Vereins listest du zum Beispiel die Lebensräume deiner Gemeinde auf und zeigst Beispiele, welche Tiere, Pflanzen und Lebensgemeinschaften man dort antrifft.

Das muss kein grosser Lebensraum oder ein richtiges Naturschutzgebiet sein. Gibt es irgendwo einen Weiher, in dem sich Frösche tummeln? Fliegen am Ufer des Flusses regelmässig Eisvögel entlang? Oder tauchen im Quartier regelmässig Marder auf? Dann mach das zum Thema.

Engagiert sich der Verein für Projekte? Hängen die Mitglieder zum Beispiel Nistkästen auf?

Zeige mit Bildern WOFÜR sich dein Verein einsetzt.

Auch hier machen Fotos von Menschen, die Nistkästen aufhängen, wenig Sinn. Verwende dagegen Bilder, die zeigen, welche dieser Nistkästen für welche Vögel gedacht sind. Oder fotografiere die Nester, die ihr beim Putzen der Nistkästen gefunden habt.

Haben Mitglieder deines Vereins eine Hecke gepflanzt? Dann zeige nicht nur deine Kolleginnen und Kollegen beim Schaufeln, sondern die Hecke, die ihr gepflanzt habt und die Vögel, die diese Hecke gerne nutzen.

Zeige auch NICHT die Abfälle, die jemand am Teich liegengelassen hat, oder deine Mitglieder, die diesen Abfall wegräumen.

Marketing für Vereine - falsche Website-Bilder

Kein Mensch schaut gern Abfall an.

Sondern die Kröten, die ihr zum Teich getragen habt und die Kaulquappen, die aus deren Laich geschlüpft sind.

Die meisten Leute haben genug von negativen Nachrichten.

Beschreibe also, wofür sich dein Verein einsetzt und suche die Bilder, die das illustrieren.

Marketing für Vereine Engagement illustrieren

Schöne Bilder öffnen das Herz.

Das wird Naturfreunde mehr davon überzeugen, dass sich ein Engagement in deinem Verein lohnt als Bilder, die sie mit negativen Gefühlen zurücklassen.

Deine Zielgruppe sind eben «Naturfreunde», die möchten die «schöne Natur» sehen.

Es sind nicht «Naturfeinde» die sich Bilder von Zerstörung und Abfall zu Gemüte führen wollen.

Website-Fehler Nr. 4: Du ziehst die «Copy-Paste-Niete»

Wenn die Website eines Natur-Vereins im Internet gefunden werden soll, dann müssen in den Website-Texten die Wörter vorkommen, nach denen Naturfreunde suchen.

Überlege dir, was Naturfreunde am meisten interessiert, welche Bedürfnisse, Probleme und drängenden Fragen sie umtreiben und welche Suchbegriffe sie aufgrund dieser Fragen in der Google-Suche eingeben. Dann erstelle Inhalte, die die Fragen der Nutzer beantworten.

Suchen diese Leute vielleicht Rat, weil sie einen hilflosen, kleinen Vogel gefunden haben? Oder möchten sie wissen, ob es dem Storch gut geht, der mitten im Winter noch herumstakst?

Präsentiere dich als DIE Stimme der Natur deiner Region. Biete Hilfe, Informationen, Tipps und Ratschläge.

Dabei bringt es aber nichts, Texte einfach abzuschreiben oder aus Wikipedia zu kopieren.

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Kopieren ist nicht erlaubt und für deine Leser sind abgeschriebene Texte auch nicht interessant.

Ernte die Früchte deiner Einzigartigkeit.

Es gibt einfache Schreibtipps, die du auf deine Texte anwenden und so bei deinen Lesern einen bleibenden Eindruck hinterlassen kannst.

Vermeide Allgemeinplätze und schreibe über die Natur und die Lebensräume deiner Region in deinen eigenen Worten.

Diesen einen Lebensraum gibt es nur in deiner Gemeinde. Wie heisst dieser Flecken Natur, wo ist er zu finden, wer bewohnt ihn?

Solche einzigartigen Inhalte werden in der Google-Suche belohnt und deine Website wird in den Resultaten der Suchmaschinen weiter oben landen.

Du hast jetzt die ersten 4 Website-Fehler ausgemerzt:

  1. Jede Person, die auf deiner Homepage  (so nennt man die Startseite) landet, erfährt schon im oberen Drittel der Website, worum es geht, versteht, was es ihr bringt, Mitglied zu werden und wie sie deinen Verein unterstützen kann.
  2. Deine Website ist gespickt mit Fotos, an denen Naturfreunde ihre reine Freude haben. Tiere, Pflanzen, Landschaften sind zu sehen und Fotos von Menschen muss man lange suchen.
  3. Leute, die sich durch deine Website klicken, erfahren, wofür sich dein Verein einsetzt. Sie sehen Bilder, die ihre Hingabe wecken. Ihre innere Stimme sagt: «Ja, dafür möchte ich mich engagieren.»
  4. Die Texte auf deiner Website sind in deinen eigenen Worten und in deinem eigenen «Sound» geschrieben. Sie enthalten die Eigenheiten deiner regionalen Natur. Du hast dir überlegt, wonach die Naturfreunde in deiner Nähe in Google suchen und die Begriffe in den Texten eingebaut.

Soll dein Vereinsmarketing erfolgreich sein, solltest du auf keinen Fall Fehler Nr. 5 machen:

Website-Fehler Nr. 5: Du tappst in die «Broschüren-Falle»

Erfolgreiches Marketing heisst: Nutze deine Website auf keinen Fall wie eine statische Broschüre, die über deinen Verein informiert und das war’s dann.

Was macht du, wenn du eine Broschüre ausgelesen hast? Du wirfst sie weg.

Wer sich durch deine Website gelesen hat, hat schnell weggeklickt. Auch wenn das Gelesene noch so interessant war. Und die Person wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht wiederkommen.

Für dich ist diese Person verloren. Dein Ziel ist es:

Bleibe mit den Leuten, die auf deiner Website waren in Kontakt.

Verwende diese Online-Marketing-Tricks für deine Website:

  • Nutze deine Website zum Sammeln von E-Mailadressen. Platziere dazu im oberen Drittel der Homepage eine Newsletter-Anmeldung. Diese Anmeldung bringst du auch noch an möglichst vielen weiteren Stellen deiner Website unter.
  • Stelle auf deiner Website immer wieder neue und vor allem nützliche Informationen zur Verfügung. Dazu eignet sich ein Blog oder eine News-Seite.
  • Verschicke regelmässig E-Mails an deine E-Mail-Liste. Höchstens 20% dieser Mails beinhalten Werbung (z.B. für Mitgliedschaften oder Patenschaften). In 80% der Inhalte behandelst du nützliche Themen, die der angeschriebenen Person einen Mehrwert bieten. Das können bei einem Naturverein igelfreundliche Tipps für Gartenbesitzer sein oder die nächsten Veranstaltungen. Auf jeden Fall gehört ein Link zu den neuen Blogartikeln in das Mail.
  • Schlussendlich sorgst du dafür, dass immer neue Leute deine Website finden. Dafür engagierst du dich in den Social-Media: Du erstellst eine Facebook-Seite und postest dort regelmässig. Wenn du einen neuen Blogartikel auf deiner Webseite hast, setzt du den Link dazu auf deine Facebookseite. So ziehst du die Facebook-Nutzer auf deine Website.
    Hier erfährst, ob du auf Facebook für deinen Verein eine Seite oder eine Gruppe erstellen solltest.

Fazit:

Du kannst mit einer Website vieles richtig machen:

  • Auf deiner Homepage ist nach spätestens 3 Sekunden klar, worum es geht.
  • Deine Bilder zeigen, was deine Zielgruppe fasziniert.
  • Du zeigst WOFÜR du dich einsetzt, statt wogegen.
  • Du überlegst, nach welchen Themen gesucht wird und schreibst dazu einzigartige Texte.

Wenn du all dies machst aber weiterhin deine Website wie eine gedruckte, statische Broschüre verwendest, verschwendest du ihr Potential.

Du kannst dir deshalb ein paar Online-Marketing-Tricks abschauen, die nichts oder fast nichts kosten.

Du musst zwar etwas Zeit und Geduld aufbringen, aber es wird sich auszahlen.

Wenn du für deinen Natur-Verein Marketing betreiben und mehr Mitglieder gewinnen möchtest, dann hol dir den «Themenkalender Natur». Du bekommst  100 Ideen für Facebook-Posts und Blogartikel für Naturvereine und den E-Mail-Mini-Kurs mit Online-Marketing-Tricks, die dir beim Umsetzen des Jahreskalenders helfen.

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