7 Regeln für Content, der für dich arbeitet, während du schläfst

7 Regeln für Content, der für dich arbeitet, während du schläfst

Um etwas kommst du nicht herum, wenn du online Produkte oder Dienstleistungen verkaufen oder dein Online-Business aufbauen willst.

Auch nicht, wenn du Mitglieder und Leser gewinnen oder Besucher generieren willst:

Du musst wirksame Inhalte erstellen können.

Inhalte – in der Marketingsprache «Content» genannt – sind oft Texte, es können aber auch ein Video, ein Podcast oder Infografiken usw. sein.

Was aber heisst wirksam?

Wirksamer Content übt eine Wirkung auf deine Leser aus. Wirksamer Content veranlasst deine Leser dazu, dass sie mehr von dir wollen.

Deshalb ist der Titel dieses Artikels kein Scherz:

Wirksamer Content arbeitet für dich, während du schläfst.

Das funktioniert aber nur dann, wenn deine Inhalte durchschlagend nützlich, hilfreich oder für die aktuelle Situation deiner Leser einschneidend sind. Dann arbeiten sie für dich, auch wenn du gerade gar nichts dafür tust.

Warum arbeitet nützlicher Content für dich?

Im Prinzip musst du einfach wissen, dass Inhalte beispielsweise dann für dich arbeiten, wenn sie in Google möglichst weit oben erscheinen («Google-Ranking»).

Das heisst, wenn jemand etwas auf Google zu deinem Thema sucht, sollten deine Inhalte möglichst weit oben in den Suchresultaten angezeigt werden.

Du kennst das ja von dir selbst. Meist klickst du auf die Resultate der ersten paar Suchergebnisse und liest da weiter. Wahrscheinlich gehst du nur sehr selten auf die zweite oder sogar dritte Seite mit Suchresultaten. Es nützt dir also nicht so viel, wenn du erst dort erscheinst.

Regeln für Content: Wie kommst du in den Google-Suchresultaten nach oben?

Google zeigt diejenigen Seiten weiter oben an, die für den Nutzer attraktiv sind. Attraktiv heisst in diesem Fall: Inhalte, die dem User das beste Ergebnis liefern. Sprich, die das anbieten, nach dem er gesucht hat.

Die Folge davon: Je weiter oben in den Resultaten deine Inhalte erscheinen, desto eher werden sie von Nutzern die auf Google nach deinem Themengebiet suchen, gefunden und angeklickt. 

Auf diese Weise ziehen nützliche Inhalte die User zu dir hin, ohne dass du dich in dem Moment dafür anstrengen musst. 

Dafür gibt es einen Fachbegriff. Den brauchst du aber nicht zu kennen, um es zu können: Das Ganze nennt sich «Content-Marketing».

Warum funktioniert Content-Marketing?

Die meisten Leute verstehen unter Marketing das «alte» Marketing. Dieses ist dir sattsam bekannt von all den Werbeunterbrechungen: Werbung, die den Film unterbricht, den du eigentlich schauen willst, den Artikel zerstückelt, den du lesen willst oder Werbung, die dich mit blinkenden Buchstaben vom Inhalt einer Website ablenkt.

Content Marketing geht anders, funktioniert besser und ist langfristig günstiger. 

Denn nicht nur du hast Werbung satt. 

Auch deinen Lesern geht das so. Auch deine Leser, die vielleicht einmal Mitglieder in deinem Verein werden, deine Yogastunde oder dein Museum besuchen, möchten eins nicht: Sie möchten keine Werbung sehen.

Deshalb gehst du beim Content-Marketing einen anderen Weg: Du erstellst attraktive Inhalte

Du unterbrichst deine Leser nicht bei etwas, das sie gerne tun (nämlich lesen, sich informieren oder einen Film schauen), sondern lieferst , was sie unbedingt wissen möchten.

Hier also die 7 Regeln für Inhalte, die für dich arbeiten, während du schläfst:

Regel Nr. 1: Wende dich an eine bestimmte Person

Mach dir ganz am Anfang klar, für wen du deine Inhalte erstellst. Menschen funktionieren unterschiedlich. 

Ein Text, der für alle gilt, ist todlangweilig. Er enthält nur Allgemeinplätze. Von einem Text, der jeden mitmeint, fühlt sich letztlich niemand angesprochen.

Das kannst du konkret tun:

a. Erstelle ein fiktives Profil einer bestimmten Person

Suche dir EINE Person stellvertretend für deine Zielgruppe heraus und erstelle einen Steckbrief (Marketing-Leute nennen diese Person «Buyer Persona»). 

Dein Ziel ist es, diese Person so gut zu kennen, dass du dich ganz genau in ihre Lage hineindenken kannst. 

b. Versetze dich in diese fiktive Person

Überlege, was die Person liest, was sie in ihrer Freizeit macht, was sie nachts wachhält, wem sie auf Facebook folgt, was sie googelt. 

Vielleicht gibt es auch unter deinen bestehenden Kunden eine ideale Person, eine Art «Traumkunde». Du kannst auch diese Person als Vorlage nehmen.

c. Finde das «Problem»

Jetzt überlege, welche Sorgen diese Person hat, welche Probleme und Fragen sie umtreibt. Für welche Probleme, die diese Person hat, ist dein Angebot die Lösung?

d. Erstelle deine Inhalte in Zukunft für diese fiktive Person.

Regel Nr. 2: Überlege, was dein Leser will

Viele Leute, die etwas verkaufen – sei es ein physisches Produkt, eine Problemlösung oder eine Dienstleistung – denken nur von ihrem Produkt aus. 

Sie glauben, dass sie es einfach genügend begeisternd und detailliert schildern müssen, dann verkauft es sich von selbst.

Der Fehler: Sie vergessen, was der Kunde eigentlich will.

Das kannst du konkret tun:

a. Überlege, was die Person will, für die dein Angebot die Lösung ist

Du willst Mitglieder in deinem Verein, die in ihrer Freizeit Fronarbeit leisten? 

Die Person, die du suchst, will aber vielleicht nicht gratis arbeiten, möglicherweise ist sie einsam oder neu in der Gemeinde und sehnt sich nach einer Gemeinschaft. Oder sie sucht eine Antwort auf die Frage, was sie mit dem verletzten Vogel tun soll, den sie gefunden hat. 

Diese Person würde zwar vielleicht auch gratis arbeiten, aber gratis arbeiten, ist nicht ihr Ziel!

Du bietest einen Kurs mit myofaszialen Release-Techniken als Spannungsregulation an? 

Deine Kunden wollen aber vielleicht einfach einen starken Rücken und den ganzen Tag im Büro schmerzfrei sitzen. Wenn es hilft, würden sie aber auch einen Kurs für Faszientraining besuchen.

Du hast ein Produkt, das dem Körper das Spurenelement Eisen zuführt und erst noch lecker schmeckt? 

Deine Kunden wollen aber abends gut gelaunt wach bleiben und morgens ausgeschlafen aufstehen.

Du zeigst eine Ausstellung zu den Zusammenhängen von Wirtschaftswachstum, Bevölkerungsentwicklung und Klimawandel, die zeigt, wie spannend und einfach ressourcenbewusstes Handeln ist? 

Dein Besucher wünscht sich aber einfach einen schönen Ausflug mit Kindern bei schlechtem Wetter.

b. Finde heraus, was dein Leser will, dann mach dies in deinem Inhalt zum Thema.

Regel Nr. 3: Überlege, wonach dein Leser sucht

Wenn du weisst, was dein Leser will, dann überlege dir, wonach er sucht. 

Was ein Nutzer will und was er in das Google-Suchfenster eingibt, muss nicht ein und dasselbe sein.

Versetz dich dazu in deine fiktive Person.

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Jemand der endlich den ganzen Tag schmerzfrei im Büro sitzen möchte, sucht vielleicht: «Was hilft gegen Rückenschmerzen».

Jemand der gern den Abend gut gelaunt verbringen und morgens erfrischt aufstehen möchte, gibt «immer müde und schlapp» ins Google-Suchfenster ein.

Das kannst du konkret tun:

a. Gib deinem Text einen Titel, der enthält, wonach dein Leser sucht

Es gibt viele Möglichkeiten einen passenden Titel zu finden. Die einfache Variante: Gibt Suchwörter in das Google-Suchfenster ein und schaue, was die Autovervollständigung vorschlägt.

Der Eingabe von «immer müde» folgt beispielsweise «trotz viel Schlaf».

Nach «jungen Vogel gefunden» schlägt Google «was füttern» vor.

«Ausflug mit Kindern» folgt «im Winter».

Schon hast du wirksame Überschriften, nach denen gesucht wird.

Es gibt viele Tools, die dir helfen die Stichwörter zu finden, nach denen Leser suchen. Eines meiner Lieblings-Tools ist «Answer the Public».

Lass dich nicht von dem grimmig aussehenden Herrn auf der Startseite verunsichern. Stell die Sprache auf Deutsch, gibt Suchwörter zu deinem Thema ein. Es erscheint dann ein Baum, der aufzeigt, was die Leute in der Google-Suche eingeben, die das Suchwort benutzen. (Hier findest du eine ausführliche Answer the Public-Anleitung in englischer Sprache).

regeln fuer content answer

b. Frag dich, wonach dein Leser sucht, wenn er nur das Problem, aber nicht die Lösung kennt

Manchmal kennen die Leute die Lösung für ihr Problem nicht. 

Jemand dessen Hund bei Feuerwerksknallerei Panik hat, googelt nicht nach «Thunder-Shirt». 

Vielleicht hat diese Person noch die davon gehört, dass ein enganliegendes Shirt vielen Hunden gegen Panik hilft. Diese Person würde dieses Shirt aber kaufen, wenn Sie wüsste, dass es ihr Problem behebt. 

Deshalb macht es weniger Sinn, deinem Text den Titel «Thunder-Shirts für grosse und kleine Hunde» zu geben. Die Hundebesitzerin findet dich aber,  wenn du titelst: «Angst vor Feuerwerk bei Hunden, was hilft?».

Regel Nr. 4: Sag deinem Leser, was er braucht, um das zu kriegen, was er will

Dein Inhalt enthält, was dein Nutzer will und wonach er sucht.

Jetzt sagst du deinem Leser, was er dazu braucht, um zu bekommen, was er will.

Das kannst du konkret tun:

a. Beschreibe die Werkzeuge und den Weg

Du bietest Autogenes Training an? 

Das interessiert möglicherweise Menschen mit Einschlafschwierigkeiten. 

Du schreibst also, dass bei Einschlafproblemen Autogenes Training hilft.  Und schilderst wie die Übungen dieser Entspannungstechnik in deinem Kurs ablaufen. Du erklärst ein paar Übungen, die der Leser zu Hause anwenden kann.

b. Führe den Leser zur Lösung

Gib dem Leser eine Wegbeschreibung vom Problem bis zur Lösung. Das geht zum Beispiel gut mit Schritt für Schritt Anleitungen.

Die Person, die einen kleinen hilflosen Vogel gefunden hat, will bloss nichts falsch machen, schliesslich geht es um Leben und Tod! 

Die Tierfreundin möchte ganz genau wissen, was sie jetzt tun muss. Hier hilft eine detaillierte Anleitung, die jeden Schritt genau beschreibt.

c. Gib eine genaue Inhaltsangabe

Bietest du ein Produkt an? Dann kannst du detailliert beschreiben, was das Eisenpräparat enthält, wie es wirkt und warum es wirkt.

Regel Nummer 5: Sei ausführlich und genau

Viele Leute glauben, dass Content, insbesondere Texte, möglich kurz sein soll, weil die Leute im Internet nicht lesen wollen. 

Das ist falsch. 

Was die Nutzer wollen, ist Content, der ihnen nützt. Das sind selten sehr kurze Inhalte.

Das kannst du konkret tun:

a. Such dir ein eingegrenztes Thema und behandle es ausführlich

Dein Ziel sollte sein, dass man nach deinen Inhalt keinen anderen mehr zu diesem Thema zu lesen braucht.

b. Schau, was deine Mitbewerber machen und mach es besser

Zur Inspiration kannst du recherchieren, welche guten Inhalte es bereits zu deinem Thema gibt. Dann mache es besser! Aber schreibe niemals ab!

c. Schreibe verständlich, damit deine Texte bis zum Schluss gelesen werden

Diese Schreibtipps, dank denen du einen bleibenden Eindruck hinterlässt, kannst du ganz einfach auf deine Texte anwenden.

Ein häufiger Fehler: «Ausführlich und genau» wird mit «möglichst lang» verwechselt. 
Verbessere deinen Schreibstil und vermeide verschwurbelte Sprache oder inhaltsleeres Geschwätz und bleibe präzise. Nur dann ist dein Content wirklich hilfreich.

Regeln Nummer 6: Sage am Schluss, was du dir von deinem Leser wünschst

Manch guter Content verpasst eine Chance. Sag dem Leser am Schluss deines Textes, was er jetzt tun soll.

Das kannst du konkret tun:

a. Überlege dir, was du dir von deinem Leser wünschst

Soll er deinen Newsletter abonnieren? Ein Produkt kaufen, sich über die Ausstellung informieren, eine Gratis-Probelektion buchen?

b. Schreibe ganz konkret, was jetzt zu tun ist

«Hier klicken»

«Jetzt Newsletter abonnieren»

«Jetzt eintragen»

Regel Nummer 7: Verbreite deinen Inhalt

Du hast deinen nützlichen Content erstellt und alle Punkte berücksichtigt. Üblicherweise befindet sich dein Content auf dem Blog deiner Website. Lass ihn jetzt nicht einfach dort «liegen».

Erinnere dich: du möchtest ja, dass dein Inhalt arbeitet, während du ein Nickerchen machst.

Vergiss also nach den Regeln 1 bis 6 diese letzte Regel auf keinen Fall und verbreite deine Inhalte, sodass sie bei möglichst vielen Menschen ankommen.

Das kannst du konkret tun:

a. Verschicke einen Newsletter

Schreib an deine E-Mail-Liste und verlinke auf den Inhalt auf dem Blog deiner Website.

b. Poste auf Facebook

Veröffentliche den Link zum betreffenden Inhalt auf deiner Facebook-Seite.

c. Schalte auf Facebook eine Anzeige

Bewirb deinen Content auf Facebook. Mach dich aber vorher schlau, wie du richtig Facebook-Anzeigen schaltest, sonst verbrennst du damit dein Geld.

d. Schreibe Gastbeiträge.

Schaue dich um, wo du einen Gastbeitrag veröffentlichen könntest und frage nett an. Natürlich sollte dein Beitrag auf die Zielgruppe deines Gastblogs zugeschnitten sein.

So geht es in diesem Gastbeitrag um Online-Marketing für KMU (Klein- und Mittelunternehmen). Unter anderem werden die Leser hier gesiezt, da dies auf dieser Website üblich ist. Der Beitrag 10 Tricks mit denen dein Naturverein erfolgreich online geht richtet sich an Naturvereine. Dort ist duzen üblich. Ausserdem wurden Beispiele aus dem Naturbereich gewählt.

Content-Marketing – funktioniert das wirklich?

Ja es funktioniert.

Ich gebe dir drei Beispiele, die ich kürzlich erlebt habe.

Ein junger Mann schreibt an einen Naturschutzverein: Er möchte Freiwilligenarbeit leisten. 

Wie kommt er dazu? 

 Er hat nicht nach «Freiwilligenarbeit» gegoogelt, sondern nach «Vogeltränke». Dabei stiess er auf den Blogbeitrag «Vogeltränke – das musst du beachten» des örtlichen Naturschutzvereins, klickte auf der Website weiter und fand die beschriebenen Projekte spannend.

Eine Treuhänderin stellt ihre neue Website ins Netz. 

Dank ihren Inhalten landet sie nach einem dreiviertel Jahr, ohne weiter etwas zu tun, mit ihren Suchwörtern auf Platz 4 der Google-Suche.

Eine Tierärztin schreibt auf einer Website einen Gastbeitrag mit Tipps für Hund und Katze, bei Feuerwerk, ihr Artikel wird tausende Male angeklickt. 

Jedes Mal vor Silvester und dem Nationalfeiertag zieht dieser Artikel wieder und wieder Leute auf ihre eigene Website, auch während sie schläft …

Fazit:

Wenn du wirksam schreiben willst, dann:

  • Krieche in den Kopf deines idealen Kunden.
  • Finde heraus was dieser ideale Kunde will und wonach er auf Google sucht.
  • Hilf ihm dabei, das zu bekommen was er will. Und mach das so ausführlich und gut, dass er danach nichts mehr zum gleichen Thema lesen muss.
  • Sag deinem Leser, was du von ihm wünschst, soll er beispielsweise deinen Newsletter abonnieren? Dann sag ihm das!

Wenn du alle diese Punkte berücksichtigt hast, dann verbreite deinen Inhalt.

Jetzt kannst du beruhigt ein Schläfchen machen.

Deine Inhalte arbeiten in der Zwischenzeit für dich.

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