Face­book effektiv nutzen: Sei sozial – aber nicht zu sehr!

Face­book effektiv nutzen: Sei sozial – aber nicht zu sehr!

Du willst wissen, was dir Facebook für dein Business bringen soll?

Du möchtest eigentlich gar nicht auf Facebook sein. Du glaubst, in sozialen Medien geht es nur darum, Fotos von seinem Essen zu posten?

In diesem Blogartikel findest du 5 Facebook-Regeln, die dein Business tatsächlich weiterbringen.

«Ich will nicht auf Facebook sein, Katzenbilder und Ferienfotos interessieren mich nicht». Das höre ich immer wieder von meinen Kunden, wenn es darum geht, Facebook für ein Business oder einen Verein zu nutzen.

Dazu kann ich nur sagen: Wie und ob du Facebook oder ein anderes Online-Netzwerk privat nutzt, ist deine Entscheidung.

Wenn du online mit wenig Aufwand und günstig Kunden gewinnen willst, ist Facebook in vielen Fällen ein einfacher Weg, den du so preiswert sonst nirgends findest.

Face­book effektiv nutzen

Wichtig ist es, dass du Facebook mit System anwendest. Facebook bringt dein Business nur dann weiter, wenn du eine Struktur hast. 

Wenn du neu am Start bist kannst du zuerst dies lesen: Facebook für Anfänger.

Wenn du Face­book effektiv nutzen willst, hältst du dich am besten an diese Regeln:

Regel Nummer 1: Verbrenne mit Facebook nicht deine Zeit

Wenn du auf Facebook regelmässig viel Zeit verbrennst, dann ist es Zeit für dich, deine Sichtweise auf Facebook zu ändern.

Du willst mit deiner Facebookseite dein Business weiterbringen? Dann:

Nutze Facebook nicht zu deiner Unterhaltung.

Wenn du neu auf Facebook bist, dann solltest du natürlich erstmal ein Netzwerk aufbauen und, wie jeder andere private Nutzer, mitmachen und liken, posten, Freunde anfragen und so weiter. So lernst du wie Facebook als Netzwerk funktioniert.

Sammle auf Facebook Freunde und unterhalte dich.

Dazu nutzt du dein persönliches Profil. Dann erstellst du eine Facebook-Seite. Like andere Seiten, melde dich bei Gruppen an, in denen sich Kunden, Interessierte oder deine Mitbewerber tummeln, like und teile Beiträge.

Wenn du die Grundsätze begriffen hast und weisst, wie die meisten Nutzer sich auf Facebook bewegen, dann:

Verplempere nicht deine Zeit damit, die Posts deiner Freunde zu lesen

Stell Facebook einfach so ein, dass du die Posts von Leuten, die dauernd irgendwelchen Nonsens posten auf deiner Startseite nicht mehr siehst.

Dazu gehst du auf den «Drei-Punkte-Button» oben rechts im Post und klickst auf «xy nicht mehr abonnieren». Die Posts dieser Person werden dann nicht mehr in deinem Newsfeed angezeigt. Dein Facebook-Freund erfährt nicht, dass du ihm nicht mehr folgst.

Für dich heisst das: Jetzt kommst du gar nicht erst in Versuchung, die privaten Neuigkeiten deiner Facebook-Freunde zu verfolgen.

Stell einfach alles ab, was dich ablenken könnte oder dich dazu bewegt, auf Facebook hängen zu bleiben.

Ich sehe praktisch nur noch interessante Seiten, die ich für mein Business brauchen kann und Seiten von Zeitungen. Und ein paar wenige Freunde, von denen ich weiss, dass sie interessante Dinge posten, die für mich nützlich sind.

Facebook effektiv nutzen ignorieren tiny2

Du musst nicht immer dabei sein. Verfolge nicht alles, was deine Freunde tun.

Damit Facebook nicht zur Zeitverschwendung wird:

Erstelle einen Redaktionsplan und plane deine Beiträge

Facebook für dein Business oder deinen Verein ist nicht dasselbe, wie Facebook privat zu nutzen. Wenn du Beiträge einfach dann postest, wenn dir gerade etwas in den Sinn kommt, dann verschwendest du auf Facebook tatsächlich deine Zeit.

Wenn du so funktionierst wie die meisten Menschen, gibt es für dich nur eine Lösung: den Redaktionsplan.

Dazu brauchst du kein kompliziertes Tool.

Ich bevorzuge sogar die handfeste Version von einem Jahreskalender aus Papier. Die gibt's auch gratis zum Runterladen und Ausdrucken.

Dann planst du deine Beiträge am besten ein paar Wochen im Voraus. Du kannst sie auf Facebook einstellen und zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch veröffentlichen.

Wenn nötig, kannst du das Datum der Veröffentlichung jederzeit ändern oder den Beitrag nach hinten schieben.

Nutze Facebook mit System

Gehe nie morgens auf Facebook, wenn du mit der Arbeit anfängst. Spare dir das bis zum Ende des Tages auf. So verhinderst du, dass du hängen bleibst und dich durch irgendwelche Beiträge klickst und deine Arbeit aufschiebst.

Geh gar nicht erst auf die Startseite, sondern direkt auf deine Business-Seite.

Ich habe mir zum Beispiel einen Link auf den Desktop gesetzt, der direkt auf meine Business-Seite führt.

Beantworte dann die Anfragen und poste und plane deine Beiträge. Setze dir ein möglich knappes Zeitfenster, indem du diese Arbeit erledigen wirst. Wenn du das gemacht hast, darfst du Feierabend machen.

So belohnst du dich für das möglichst ablenkungsfreie Arbeiten auf Facebook und läufst viel weniger Gefahr, dich zu verlieren.

Regel Nummer 2: Dein Content macht deinen Erfolg

Content – das ist der Marketing-Ausdruck für "Inhalte" –  sind deine Texte, Videos, Podcasts etc.

Erfolgreicher Content ist:

  • nützlich.
  • packend.
  • sehr, aber wirklich sehr unterhaltend.

Am besten gehst du nach der «Was-bringt-mit-das-Regel» vor.

Prüfe jeden einzelnen Inhalt bevor du ihn postest, indem du dich in deinen Wunschleser hineinversetzt.

Welche Probleme, Fragen und Bedürfnisse hat dieser Leser?

Nun stell dir vor, dieser Nutzer liest deine Texte mit der inneren Grundhaltung «Und was bringt mir das?»

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Wenn dein Text  kein Problem löst, nicht unwiderstehlich interessant und auch nicht wirklich echt unterhaltend ist, dann lass es einfach bleiben. Poste diesen Text nicht.

Facebook effektiv nutzen sammeln tiny

Deine Inhalte müssen unwiderstehlich sein.

Dein Inhalt kann aber noch so hilfreich sein, wenn er langweilig oder schlecht geschrieben ist, springen deine Leser trotzdem ab. Halte dich einfach an ein paar Schreibregeln.  Dann Lesen deine Leser den Blogartikel bis zum Schluss.

Regel Nummer 3: Beobachte und lerne

Markiere Seiten, auf denen sich deine Zielgruppe tummelt, mit «Gefällt mir»

Beobachte, welche Beiträge dort gepostet werden und welche besonders gut ankommen.

Beiträge, die für die Leser deiner eigenen Seite nützlich sind, kannst du auch ab und an auf deine Facebook-Seite teilen.

Tritt Facebook-Gruppen bei, auf denen sich deine Zielgruppe bewegt

Welche Fragen stellten sich deine potenziellen Kunden, worüber diskutieren sie, was beschäftigt sie? Diese Themen kannst du später wiederum für eigene Beiträge aufnehmen. 

Beobachte, welche deiner eigenen Beiträge am meisten Reaktionen erhalten

Nicht alle deine Facebook-Posts werden gleich gut ankommen. Studiere deine beliebtesten Beträge genau. Woran liegt es, dass deine Leser diesen einen Beitrag mögen? Finde es heraus und erstelle mehr solche Beiträge. Schaue, welche nicht gut ankommen und mache weniger davon.

Kontrolliere die Statistiken

Eruiere, nach welchen Beiträgen am meisten «gefällt mir» oder «gefällt mir nicht mehr» zu deiner Seite verzeichnet werden. Versuche herauszufinden, woran es liegt.

Regel Nummer 4: Facebook ist für dich Mittel zum Zweck

Nutze die Vorteile von Facebook, aber verlasse dich nicht auf Facebook.

Es ist nicht dein letztendliches Ziel, auf Facebook eine möglichst grosse Anhängerschaft zu pflegen.

Du nutzt Facebook, um die Leute von dort auf deine E-Mail-Liste zu bekommen.

Ziel ist es, deine Leser von Facebook abzuziehen.

Dazu postest du zum Beispiel Blogbeiträge, die sich auf deiner Website befinden. Dort wiederum platzierst du prominent die Anmeldung für deinen Newsletter.

Mach es auf deinen Lesern so einfach wie möglich, sich auf deiner Website für den Newsletter anzumelden.

Platziere auf der Home-Seite, gut sichtbar im oberen Drittel der Seite, eine Newsletter-Anmeldung.

Der Grund, warum du dich nicht auf Facebook oder ein anderes Netzwerk verlassen sollst, ist:

Deine E-Mail-Liste gehört dir.

Diese Liste kannst du anschreiben, deine Produkte anbieten und mit nützlichen Inhalten von deinen Fähigkeiten überzeugen.

Wenn du eine E-Mail an deine Liste schickst, bekommt jeder einzelne deiner Newsletterabonnenten deine Mail.

Deine Facebook-Fans gehören dir nicht.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Facebook in nächster Zeit dicht macht. Aber du weisst nicht, ob Facebook plötzlich die Regeln ändert.

Was die Reichweite betrifft, bist du völlig von Facebook abhängig. Natürlich hängt es auch davon ab, wie gut deine Inhalte sind. Aber Facebook bestimmt schlussendlich, wie viele Leute du mit deinen Posts erreichst.

Also:

Du willst auf Facebook eine Fan-Gemeinde aufbauen. Sorge aber dafür, dass es auch DEINE langfristige Fangemeinde wird und du sie unabhängig von Facebook erreichen kannst.

Regel Nummer 5: Lerne Facebook-Anzeigen zu schalten.

Du kannst, wenn du willst, auf Facebook einfach auf die organische Reichweite zählen. Wenn du sehr gute Inhalte lieferst, reicht dies möglicherweise für deine Zwecke völlig aus.

Aber:

Mit Facebook-Anzeigen kannst du für wenig Geld sehr viele weitere Menschen erreichen, die du in Kunden oder Mitglieder verwandelst.

facebebook effektiv nutzen sammeln2 tiny

Du kannst Facebook dazu nutzen, online Interessenten zu sammeln. Das geht besonders gut mit Facebook-Anzeigen.

Vielleicht findest du den Werbeanzeigemanager auf Facebook am Anfang verwirrend, aber es ist gar nicht so schwer, wenn du ein paar Regeln befolgst.

Du kannst zum Starten Anzeigen schalten, um Fans für deine Facebook-Seite zu gewinnen. Ich würde dir aber nur dazu raten, wenn du ganz am Anfang stehst.

Wenn du schon einige Likes hast, beobachtest du lieber, welche deiner Beiträge am erfolgreichsten sind.

Bewirb diese erfolgreichen Beiträge.

Alle, die den Beitrag liken, lädst du anschliessend ein, deine Seite mit «gefällt mir» zu markieren.

In einem zweiten Schritt kannst du die Links zu deinen Blogbeiträgen oder deinen Angeboten auf deine Facebook-Seite posten und diese bewerben.

Was du nicht tun solltest:

Klicke nicht direkt auf den Button unter einem Beitrag («Beitrag bewerben»), sondern schalte Werbung über den Werbeanzeigemanager und erstelle dort eigene Zielgruppen. 

Fazit:

Mit Facebook kannst du dein Business weiterbringen. Zentral sind aber drei Dinge:

  1. Sei diszipliniert und lass dich nicht ablenken.
  2. Dein Ziel ist, deine Interessenten auf deine Website und in deinen E-Mail-Verteiler zu bekommen.
  3. Lerne gut und packend zu schreiben und wende auf alle deine Inhalte die «Was-bringt-mir-das-Regel» an. Ohne gute Inhalte wirst du keinen Erfolg haben.

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