Wie wirst du online sichtbar – ohne dich zu verstellen?

von Tanja Dietrich
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Wie wirst du online sichtbar – ohne dich zu verstellen?

Niemand mag aufdringliches Marketing. Genau deshalb fragen mich viele: "Wie werde ich online sichtbar, ohne mich zu verstellen?"

Zeig, wofür du stehst. Dann fühlen sich genau die Menschen angesprochen, die wirklich zu dir passen.

Ob Mauerblümchen oder Rampensau – du kannst online sichtbar werden, ohne eine Rolle zu spielen.

Fakten für Eilige

  • Sichtbarkeit entsteht, wenn du zeigst, wofür du stehst – nicht wenn du dich anpreist..
  • Sich zu zeigen muss sich nicht künstlich anfühlen. Echte Geschichten aus deinem Alltag wirken oft am stärksten.
  • Sichtbarkeit heisst, dass eine Frau deinen Text liest und denkt: Die spricht von mir..

Sichtbar sein heisst nicht, eine Rolle zu spielen

Ja. Und es ist der einzige Weg, der funktioniert.

Du wirst dann wahrgenommen, wenn Menschen spüren, wer du bist. Wenn sie deine Haltung erkennen. Erst dann können sie entscheiden, ob du die Richtige für sie bist.

Sträuben sich dir beim Gedanken an Sichtbarkeit trotzdem die Nackenhaare?

Sichtbar sein – das heisst doch, sich aufzuspielen. Sich in den Vordergrund zu drängen. So dachte ich auch.

Aber das stimmt nicht.

Sichtbar werden heisst: Du zeigst, wer du bist. Nicht eine Version von dir, von der du glaubst, dass sie besser ankommt. Sondern du, mit allem, was dich ausmacht.

Das ist oft gar nicht so einfach. Schliesslich verbringst du jeden Tag mit dir selbst. Was für dich ganz normal ist, ist für andere oft genau das Besondere.


1. Was passiert, wenn du aufhörst, dich fürs Marketing zu verbiegen

Schick gestylte Posts, perfekt ausgeleuchtete Fotos, KI-geschliffene Texte. Die Verlockung ist gross, die Form über den Inhalt zu stellen. Aber der Preis ist hoch: Es fühlt sich nicht mehr nach dir an.

Wenn sich Sichtbarkeit richtig anfühlen soll, dann schreib so, wie du sprichst. Ehrlich. Persönlich. Nicht perfekt, aber echt.

Eine Kundin sagte mir mal:

«Seit ich mich fürs Marketing nicht mehr verbiege, kommen genau die Menschen zu mir, die wirklich zu mir passen.»

Genau das kannst du auch erreichen, wenn du aufhörst, dich anzupassen. Wie das beim Schreiben konkret geht, zeigen dir meine 33 Schreibtipps für einen bleibenden Eindruck.


2. Deine Kund:innen buchen keine Methode – sie kaufen ein anderes Leben

Die eigentliche Frage deiner Kundinnen ist nicht: "Was ist dein Angebot?" Sondern: "Was wird für mich anders, wenn ich bei dir buche?"

Ein Beispiel:

Pia wollte Mütter begleiten, die regelmässig an ihre Grenzen stossen. Mütter, die ihre Kinder manchmal anschreien und sich abends dafür schuldig fühlen.

Sie sagte mir, dass es sich für sie falsch anfühlte, dafür die Werbetrommel zu rühren. Das war auch gar nicht nötig.

Stattdessen steht heute auf ihrer Website:

«Du hast das Gefühl, dein Kind verdient eine bessere Mama? Stell dir vor, du wirst genau das. Und bleibst trotzdem du.»

Plötzlich meldeten sich Mütter, die sofort wussten: Das ist für mich. Ganz ohne, dass sich Pia anpreisen musste.

Frag dich bei jedem Angebot:

  • Was genau wird im Alltag meiner Kund:innen leichter oder entspannter?
  • Welche Gedanken, Sorgen oder Frustmomente löse ich für sie?
  • Was können sie danach anders machen als vorher?

3. Was macht, dass man sich an dich erinnert?

Es reicht nicht, echt zu sein. Du musst auch wiedererkennbar sein.

Das heisst nicht, dass du eine Kunstfigur werden musst. Sondern dass du dir bewusst machst, was typisch für dich ist.

Eine Coachin erzählte mir mal: "Alle meine Kundinnen sagen dasselbe über mich: 'Du bringst es auf den Punkt. Kein Geschwurbel.' Erst da ist mir aufgefallen, genau das ist meine Art."

Heute schreibt sie genau so auf ihrer Website. Kurze Sätze. Keine Umschweife. Und ihre Kundinnen sagen: "Ich wusste beim Lesen: Die passt zu mir."

Fragen die du dir stellen kannst:

  • Was sagen Menschen immer wieder über dich?
  • Welche Wörter benutzt du ständig, die andere nicht benutzen?
  • Woran würde jemand erkennen, dass dieser Text von dir ist, auch ohne deinen Namen zu sehen?

Das ist dein Stil, du musst ihn nur sichtbar machen.

Drei Entscheidungen, die deine Sichtbarkeit heute verändern

Schritt 1: Warum du aufhören solltest, deine Zielgruppe anzusprechen

Stell dir vor, du stehst auf einer Bühne in einem grossen Saal. Wenn du versuchst, alle gleichzeitig anzusprechen, fühlt sich am Ende niemand wirklich gemeint.

Aber wenn du eine Person in der dritten Reihe direkt ansiehst und zu verstehen gibst: "Ich sehe dich. Ich weiss, was dich bewegt" – dann hören auch all die anderen zu, die sich darin wiedererkennen.

Je konkreter du eine einzelne Person ansprichst, desto mehr fühlen sich die richtigen Menschen gemeint.


Schritt 2: Hör auf, dich zu verzetteln und fang an, gefunden zu werden

Du willst sichtbar werden und verlierst dich dabei – Instagram, Newsletter, Blog, Podcast. Überall ein bisschen.

Die Frage ist nicht: Welcher Kanal ist der beste? Sondern: Wo suchen deine Kundinnen heute nach Antworten?

Entscheidend sind die Menschen, die du erreichen willst, nicht der Kanal.

Wenn du dich für einen Ort entscheidest und dortbleibst, kann Vertrauen entstehen. Und Vertrauen ist die eigentliche Grundlage von Sichtbarkeit.


Schritt 3: Wiederhole deine Botschaft – ohne dass es nervt

Einmal zu sagen, wofür du stehst, reicht nicht.

Menschen brauchen mehrere Begegnungen mit einer Botschaft, bis sie wirkt. Sag dasselbe also immer wieder, nur jedes Mal anders.

Das heisst nicht, dass du dich wiederholen. Beleuchte dasselbe Thema immer wieder aus anderen Winkeln.

Menschen brauchen Zeit, um eine Botschaft wirklich zu verstehen. Deshalb: Sag es immer wieder, nur jedes Mal ein bisschen anders.


Für alle, die sichtbar werden wollen – aber am liebsten anonym blieben

Vielleicht denkst du jetzt: Ja, ich will sichtbar werden, aber es fühlt sich an, als würde ich mich öffentlich ausziehen.

Du willst, dass dich Kund:innen finden. Aber sobald es darum geht, dich wirklich zu zeigen, zieht sich innerlich alles zusammen. Und das ist völlig normal.

Der erste Schritt an die Öffentlichkeit fühlt sich an wie eine Mutprobe, nicht nach Business.»

Auch Daniela ging es so. Sie sagte einmal zu mir: «Aber ich bin doch nicht Julia Roberts!»

Für sie war klar: Sichtbar sein, das können nur die anderen. Die Extrovertierten. Die Bühnenmenschen. Die, die scheinbar mühelos glänzen.

Heute schreibt Daniela alle zwei Wochen einen Beitrag und bekommt danach Nachrichten von Frauen, die schreiben: ‹Ich dachte, ich bin die Einzige, der das so geht.›

1. Sichtbar wirst du nicht für dich, sondern für die, die dich brauchen

Irgendwo sitzt gerade jemand, der seit Monaten sucht, was du anbietest und dich noch nicht gefunden hat, weil du noch nicht sichtbar bist.

(Mehr dazu, wie du dich zeigst ohne Angeberei, findest du in meinem Artikel über die Über-mich-Seite.) 

2. Du musst nicht alles sofort tun, nur anfangen

Du brauchst keinen Redaktionskalender und kein Instagram Live.

Nur den ersten kleinen Schritt: Ein Foto, das dich zeigt. Einen Satz, der ehrlich ist. Einen Text, der dir wichtig ist.

Sichtbarkeit beginnt nicht mit Strategie, sondern mit einem echten Moment.


3. Was wäre, wenn du schon jetzt gut genug bist?

Bevor der nächste Kurs endet, bevor das Logo fertig ist?

Was du sagen willst, ist schon da. Und wenn es einer einzigen Person ein kleines Aha-Erlebnis beschert, hat es sich gelohnt.

FAQ: Sichtbarkeit ohne dich zu verstellen

Noch Zweifel? Diese Fragen kommen fast immer.

Ich fühle mich schlecht dabei, mich zu zeigen – was hilft?

Fang klein an. Du musst nicht perfekt sein, um sichtbar zu werden. Ein ehrliches Foto, ein kurzer Text oder eine Empfehlung auf deiner Seite reicht für den Anfang. Fang an. Das Selbstvertrauen kommt danach.

Muss ich täglich posten, um sichtbar zu bleiben?
Nein. Sichtbar sein heisst nicht, ständig etwas zu posten. Entscheidend ist nicht, wie oft du auftauchst, sondern ob man dich erkennt, wenn du es tust. Ein wiedererkennbarer Stil, eine eigene Haltung und Inhalte, die etwas sagen, reichen.

Wie oft darf ich meine Botschaft sagen, ohne dass es nervt?
Menschen hören deine Botschaft oft erst beim dritten, fünften oder zehnten Mal wirklich. Wiederholung schafft Vertrauen. Es ist okay, dich zu wiederholen, solange du echt dabei bleibst.

Was, wenn ich Angst habe, was andere denken könnten?
Sichtbar sein fühlt sich manchmal so an, als würde man in der Schule an die Tafel gebeten, obwohl man die Frage gar nicht verstanden hat. Aber du zeigst dich nicht für "alle", sondern für die, die genau deine Hilfe brauchen. Und für die lohnt es sich.

Bevor du weiterschrollst

Aufdringliches Marketing klopft an die Tür, auch wenn niemand öffnen will. Echte Sichtbarkeit lässt die Tür offen und die richtigen Leute kommen von selbst herein.

Du zeigst dich, damit die Menschen dich finden, die denken: ‹Genau das brauche ich

Und das reicht.

Wenn du beim Schreiben gerade stockst, hilft dir meine meine Blogartikel-Vorlage.



Tanja Dietrich
Tanja Dietrich
Tanja Dietrich unterstützt Selbstständige, Organisationen und Unternehmen dabei, online sichtbar zu werden – ohne sich zu verbiegen. In ihren Blogartikeln bekommst du klare Impulse, wie du mit Content und Haltung genau die Menschen erreichst, für die deine Arbeit gemacht ist.

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Tanja Dietrich

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Ich bin Tanja, Online-Coach für Sichtbarkeit im Internet. In diesem Blog findest du jede Menge Tipps für deine Internetpräsenz.
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