
Niemand mag aufdringliches Marketing. Genau deshalb fragen mich viele: "Wie werde ich online sichtbar, ohne mich zu verstellen?"
Die Antwort ist einfacher, als du denkst: Zeig, wofür du stehst. Dann fühlen sich genau die Menschen angesprochen, die wirklich zu dir passen.
Klingt gut, aber noch zu vage? Dann lies weiter. In diesem Artikel erfährst du, wie du sichtbar wirst, in deiner Sprache, in deinem Tempo, ohne dich zu verbiegen.
Egal, ob du eher Mauerblümchen oder Rampensau bist: Du kannst online sichtbar werden, ohne eine Rolle zu spielen.
Inhaltsverzeichnis
Ja. Und ehrlich gesagt: Das ist der einzige Weg, der wirklich funktioniert.
Du wirst dann wahrgenommen, wenn Menschen spüren, wer du bist. Wenn sie deine Haltung erkennen. Erst dann können sie entscheiden, ob du die Richtige für sie bist.
Sträuben sich dir beim Gedanken an Sichtbarkeit trotzdem die Nackenhaare?
Das kenne ich. Viele denken: Sichtbar sein heisst, sich aufzuspielen. Sich in den Vordergrund zu drängen. Sich anzupreisen.
Aber das stimmt nicht.
Sichtbar werden heisst: Du zeigst, wer du bist. Nicht eine Version von dir, von der du glaubst, dass sie besser ankommt. Sondern du, mit allem, was dich ausmacht.
Das ist oft gar nicht so einfach. Schliesslich verbringst du jeden Tag mit dir selbst. Was für dich ganz normal ist, ist für andere oft genau das Besondere.
Wenn dir das noch schwerfällt, fang mit diesen drei Prinzipien an.
Schick gestylte Instagram-Posts. Perfekt ausgeleuchtete Fotos. KI-geschliffene Texte. Die Verlockung ist gross, die Form über den Inhalt zu stellen. Aber der Preis ist hoch: Es fühlt sich nicht mehr nach dir an.
Wenn sich Sichtbarkeit richtig anfühlen soll, dann schreib so, wie du sprichst. Ehrlich. Persönlich. Nicht perfekt, aber echt.
Eine Kundin sagte mir mal:
«Seit ich mich fürs Marketing nicht mehr verbiege, kommen genau die Menschen zu mir, die wirklich zu mir passen.»
Genau das kannst du auch erreichen, wenn du aufhörst, dich anzupassen. Wie das beim Schreiben konkret geht, zeigen dir meine 33 Schreibtipps für einen bleibenden Eindruck.
Menschen buchen keine Methoden. Sie wollen, dass sich etwas in ihrem Alltag ändert.
Die eigentliche Frage deiner Kundinnen ist nicht: "Was machst du?" Sondern: "Was wird für mich anders, wenn ich bei dir buche?"
Ein Beispiel:
Pia wollte Mütter begleiten, die regelmässig an ihre Grenzen stossen. Mütter, die ihre Kinder manchmal anschreien und sich abends dafür schuldig fühlen.
Sie sagte mir, dass es sich für sie falsch anfühlte, dafür die Werbetrommel zu rühren. Das war auch gar nicht nötig.
Stattdessen steht heute auf ihrer Website:
«Du hast das Gefühl, dein Kind verdient eine bessere Mama? Stell dir vor, du wirst genau das. Und bleibst trotzdem du.»
Plötzlich meldeten sich Mütter, die sofort wussten: Das ist für mich. Ganz ohne, dass sich Pia anpreisen musste.
Frag dich bei jedem Angebot:
Es reicht nicht, echt zu sein. Du musst auch wiedererkennbar sein.
Das heisst nicht, dass du eine Kunstfigur werden musst. Sondern dass du dir bewusst machst, was typisch für dich ist.
Eine Coachin erzählte mir mal: "Alle meine Kundinnen sagen dasselbe über mich: 'Du bringst es auf den Punkt. Kein Geschwurbel.' Erst da ist mir aufgefallen, genau das ist meine Art."
Heute schreibt sie genau so auf ihrer Website. Kurze Sätze. Keine Umschweife. Und ihre Kundinnen sagen: "Ich wusste beim Lesen: Die passt zu mir."
Frag dich also:
Das ist keine Inszenierung. Das bist du, nur dass du es jetzt bewusst einsetzt.
Du weisst nicht, wo du anfangen sollst, sichtbar zu werden?
Dann halte dich an diese drei Schritte:
Stell dir vor, du stehst auf einer Bühne in einem grossen Saal. Wenn du versuchst, alle gleichzeitig anzusprechen, fühlt sich am Ende niemand wirklich gemeint.
Aber wenn du eine Person in der dritten Reihe direkt ansiehst und zu verstehen gibst: "Ich sehe dich. Ich weiss, was dich bewegt" – dann hören auch all die anderen zu, die sich darin wiedererkennen.
Je konkreter du eine einzelne Person ansprichst, desto mehr fühlen sich die richtigen Menschen gemeint.
Viele wollen sichtbar werden und verzetteln sich genau dabei. Instagram, Newsletter, Blog, Podcast. Überall ein bisschen. Nirgends richtig.
Die Frage ist nicht: Welcher Kanal ist der beste? Sondern: Wo suchen deine Kundinnen heute nach Antworten?
Nicht der Kanal entscheidet, sondern die Menschen, die du erreichen willst.
Wenn du dich für einen Ort entscheidest und dortbleibst, kann Vertrauen entstehen. Und Vertrauen ist die eigentliche Grundlage von Sichtbarkeit.
Einmal zu sagen, wofür du stehst, reicht nicht.
Menschen verstehen deine Botschaft erst, wenn sie ihr immer wieder begegnen. In verschiedenen Situationen, mit anderen Worten, aber im Kern dieselbe.
Das heisst nicht, dass du dich wiederholen musst wie ein Papagei. Sondern dass du dasselbe Thema aus verschiedenen Winkeln beleuchtest.
Menschen brauchen Zeit, um eine Botschaft wirklich zu verstehen. Deshalb: Sag es immer wieder, nur jedes Mal ein bisschen anders.
Vielleicht denkst du jetzt: Ja, ich will sichtbar werden, aber es fühlt sich an, als würde ich mich öffentlich ausziehen.
Genau das ist für viele die grösste Hürde.
Du willst, dass dich Kund:innen finden. Aber sobald es darum geht, dich wirklich zu zeigen, zieht sich innerlich alles zusammen. Und das ist völlig normal.
Der erste Schritt an die Öffentlichkeit fühlt sich oft nicht wie „Business“ an, sondern eher wie eine Mutprobe.
Auch Daniela ging es so. Sie sagte einmal zu mir: «Aber ich bin doch nicht Julia Roberts!»
Für sie war klar: Sichtbar sein, das können nur die anderen. Die Extrovertierten. Die Bühnenmenschen. Die, die scheinbar mühelos glänzen.
Heute teilt Daniela regelmässig Beiträge, in ihrer Sprache, in ihrem Tempo. Und genau deshalb kommen sie an.
Wenn sich Sichtbarkeit für dich noch falsch anfühlt, helfen dir die folgenden drei Gedanken.
Du musst niemandem gefallen. Und du darfst dich zeigen. Weil da draussen jemand ist, der genau das braucht, was du tust.
(Mehr dazu, wie du dich zeigst ohne Angeberei, findest du in meinem Artikel über die Über-mich-Seite.)
Du brauchst keinen perfekten Plan. Keinen Redaktionskalender. Kein Instagram Live.
Nur den ersten kleinen Schritt: Ein Foto, das dich zeigt. Einen Satz, der ehrlich ist. Einen Text, der dir wichtig ist.
Sichtbarkeit beginnt nicht mit Strategie, sondern mit einem echten Moment.
Nicht erst nach dem nächsten Kurs. Nicht wenn dein Logo fertig ist.
Sondern jetzt. So wie du bist.
Was du sagen willst, ist schon da. Und wenn es einer einzigen Person ein kleines Aha-Erlebnis beschert, hat es sich gelohnt.
Diese Fragen werden mir oft gestellt, vielleicht erkennst du dich in einer davon wieder.
Ich fühle mich schlecht dabei, mich zu zeigen – was hilft?
Fang klein an. Du musst nicht perfekt sein, um sichtbar zu werden. Ein ehrliches Foto, ein kurzer Text oder eine Empfehlung auf deiner Seite reicht für den Anfang. Wichtig ist: Du beginnst. Das Selbstvertrauen wächst meist erst danach.
Muss ich täglich posten, um sichtbar zu bleiben?
Nein. Sichtbar sein heisst nicht, ständig etwas zu posten. Entscheidend ist nicht, wie oft du auftauchst, sondern ob man dich erkennt, wenn du es tust. Ein wiedererkennbarer Stil, eine eigene Haltung und Inhalte, die wirklich etwas sagen, reichen völlig aus.
Wie oft darf ich meine Botschaft sagen, ohne dass es nervt?
Menschen hören deine Botschaft oft erst beim dritten, fünften oder zehnten Mal wirklich. Wiederholung schafft Vertrauen. Es ist okay, dich zu wiederholen, solange du echt dabei bleibst.
Was, wenn ich Angst habe, was andere denken könnten?
Sichtbar sein fühlt sich manchmal wie eine Mutprobe an. Aber du zeigst dich nicht für "alle", sondern für die, die genau deine Hilfe brauchen. Und für die lohnt es sich.
Sichtbarkeit muss sich nicht unangenehm oder aufdringlich anfühlen.
Du zeigst dich nicht, um dich in den Vordergrund zu drängen. Sondern um die Menschen zu erreichen, die denken: "Genau das brauche ich."
Und das reicht.
Wenn du beim Schreiben gerade stockst, hilft dir meine meine Blogartikel-Vorlage.


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