
Du hast eine Website, tolle Angebote. Du gibst dir Mühe, alles richtig zu machen und trotzdem: Keine Anfragen, keine Buchungen, keine Kundinnen. Und du fragst dich: "Was mache ich falsch?"
Was viele Selbstständige unterschätzen: Oft liegt es nicht am Können. Sondern an drei typischen Denkfehlern, die dafür sorgen, dass deine Wunschkundinnen gar nicht erst verstehen, dass du genau die Richtige für sie bist.
Lass mich dir zeigen, wie du das änderst.
Wenn du wissen möchtest, wie du deine Positionierung gezielt in Sichtbarkeit umsetzt, lies zuerst hier weiter: Online sichtbar werden – ohne dich zu verstellen.
Drei Irrtümer halten sich hartnäckig und sorgen dafür, dass Menschen an dir vorbeiscrollen, obwohl du genau das anbietest, was sie brauchen.
Das erste davon ist besonders heimtückisch: Er fühlt sich sogar logisch an.
Aus Angst, jemanden auszuschliessen, versuchst du, es allen recht zu machen. Das Ergebnis: ein Bauchladen. Niemand weiss, wofür du eigentlich stehst und niemand fühlt sich deshalb persönlich gemeint.
Ein Beispiel:
Stell dir vor, du stehst im Supermarkt vor dem Shampooregal. Da gibt es Shampoo für feines Haar, für lockiges Haar, für fettiges Haar, für mehr Volumen, für blondiertes Haar. Und dann steht da ganz unten ein Shampoo mit der Aufschrift: "Für jeden Haartyp."
Klingt praktisch. Aber es klingt auch nach: passt irgendwie, aber nicht genau für deine Haare.
Genau so funktioniert das auch mit deinem Angebot:
Je allgemeiner deine Botschaft, desto weniger hat deine Kundin das Gefühl, dass du genau die Richtige für sie bist.
Eine meiner Kundinnen hat das selbst erlebt. Sie bot lange einfach "Feng-Shui-Beratung" an – für Privatpersonen, für Firmen, für alle.
Bis sie sich entschied, sich auf ein einziges Thema zu konzentrieren: Feng Shui fürs Kinderzimmer. Nicht für das ganze Haus. Nicht für Firmen. Sondern für Familien, die ihrem Kind einen Ort geben wollen, an dem es zur Ruhe kommt, sich wohlfühlt, gut schlafen kann.
Und plötzlich war da Resonanz. Warum? Feng-Shui-Beratung gibt es überall. Aber wer Feng Shui fürs Kinderzimmer sucht, kommt nicht um diese Feng-Shui-Beraterin herum.
Das heisst für dich: Fokussiere dich. Je klarer du zeigst, wofür du stehst, desto stärker wirst du wahrgenommen.
Ein weiteres Beispiel:
Ein Satz wie "Du hast jahrelang alles für deine Familie organisiert, jetzt willst du wieder deinen Weg gehen" klingt beliebig.
Jetzt stell dir vor, eine Mutter, die nach einer Familienpause zurück in den Job möchte, liest stattdessen das:
"Du hast unzählige Stunden mit Hausaufgaben, Wäschebergen und Elternabenden verbracht. Jetzt sitzt du am Küchentisch und fragst dich: Wo fange ich an, wenn ich endlich wieder etwas für mich will?
Du willst zurück ins Berufsleben, aber dein Lebenslauf hat Lücken, dein Selbstvertrauen auch. Und manchmal fragst du dich insgeheim: Bin ich überhaupt noch gut genug?"
Das fühlt sich gesehen an. Und genau das gibt deiner Kundin das Vertrauen, dass du die Person, die das schreibt, die Richtige für sie bist.
Frag dich also:
Wer genau ist die Person, die du am stärksten unterstützen kannst?
Und was kann sie nach der Zusammenarbeit mit dir, was ihr heute noch wie ein ferner Traum erscheint?
Kennst du das? Du landest auf einer Website und fragst sich nach drei Sekunden: "Was macht die eigentlich genau?"
Das passiert, wenn die Botschaft zu schwammig ist. Sätze wie "Ich begleite dich auf deinem Weg" sagen nichts aus.
Ein Beispiel:
Du bist Coach für Unternehmerinnen, deren Firma gerade wackelt. Auf deiner Website steht: "Ich unterstütze Unternehmen in Schwierigkeiten."
Okay. Aber das könnte jeder sagen. Was wäre, wenn da stattdessen stünde:
"Ich helfe Unternehmerinnen, die nachts wachliegen und sich fragen, ob sie nächsten Monat noch Gehälter zahlen können, damit sie wieder durchatmen können."
Spürst du den Unterschied? Im ersten Satz bleibt alles vage. Im zweiten weiss deine Kundin sofort: Die versteht mich. Die weiss, wie es mir geht.
Überleg dir:
Was genau löst du? Nicht im Fachjargon, sondern so, wie deine Kundin nachts darüber nachdenkt.
Du schaust dir erfolgreiche Profile an und denkst: "So muss das wohl aussehen."
Also übernimmst du Formulierungen, die sich gut anhören. Farben, die gerade im Trend sind. Texte, die professionell klingen.
Ich versteh das. Aber genau dadurch geht verloren, was dich besonders macht. Je mehr du dich anpasst, desto weniger hebst du dich ab.
Und am Ende bleibt die Frage offen: Warum gerade du?
Viele schreiben auf ihrer Website Sätze wie: "Ich begleite dich in deinem Veränderungsprozess."
Mal ehrlich, das könnte von einem Jobcoach stammen. Oder von einer Yogalehrerin. Es ist zu glatt. Zu austauschbar. Und deshalb vergisst man es sofort wieder.
Was wäre, wenn du stattdessen etwas sagst, das nur du sagen kannst?
Zum Beispiel so:
"Als ich Julia zum ersten Mal traf, sagte sie: 'Ich hab 12 Jahre lang alles für meine Familie gemacht. Jetzt weiss ich nicht mal mehr, wie man ein Bewerbungsschreiben anfängt.' Heute leitet sie ein Projektteam. Aber was sie wirklich verändert hat, war nicht ihr Lebenslauf, sondern der Moment, in dem sie angefangen hat, sich selbst wieder ernst zu nehmen. Genau darum geht es in meiner Arbeit."
Das heisst für dich:
Vermeide Phrasen, die jeder sagt. Erzähl von einer Erfahrung, die deine Haltung geprägt hat. Benutz Worte, die du auch im Gespräch benutzen würdest. Und zeig nicht, was du machst, sondern wie es sich anfühlt, mit dir zu arbeiten.
1. Muss ich mich als Selbständige wirklich festlegen oder darf ich vielseitig bleiben?
Festlegen heisst nicht, dich einzuengen. Es heisst nur: so auftreten, dass Menschen sofort verstehen, wofür du stehst. Gerade am Anfang hilft Fokus, damit du sichtbar wirst statt übersehen. Deine Vielseitigkeit bleibt dir, aber nach aussen brauchst du ein erkennbares Profil. Und das kannst du jederzeit anpassen, wenn du dich weiterentwickelst.
2. Und wenn ich mich noch nicht ganz einordnen kann?
Dann fang dort an, wo du dich sicher fühlst, wo du schon Kundinnen hattest, wo du gut drin bist, wo es dir leicht von der Hand geht. Deine Positionierung wächst mit dir. Wichtig ist nicht, dass du sofort alles weisst, sondern dass du losgehst.
3. Wie definiere ich meine Wunschkund:innen, ohne nur zu raten
Frag dich: Wer profitiert am meisten von dem, was du anbietest? Welche Fragen stellen diese Menschen wirklich? Und wo suchen sie nach Antworten, was googeln sie, welche Podcasts hören sie, sind sie in Facebook-Gruppen unterwegs? Wenn du verstehst, wie deine Kundinnen denken und wo sie sich aufhalten, findest du den Weg zu ihnen.
Zu viel anbieten, zu schwammig kommunizieren oder wie alle anderen klingen, das sind die drei häufigsten Fehler, die dich unsichtbar machen.
Du siehst: Deine Positionierung findest du nicht mit Tools, Tricks oder Vorlagen. Sondern mit drei Entscheidungen:
Die besten Kundinnen kommen nicht, weil du sie überzeugst, sondern weil sie beim Lesen deiner Texte denken: Die versteht mich.
Wenn du dich jetzt fragst: "Wie bringe ich meine Botschaft in Worte, ohne ewig am leeren Dokument zu sitzen?"
Dann hol dir meine erprobte Blogartikel-Vorlage mit Minikurs. Sie hilft dir, sichtbar zu werden – Schritt für Schritt, in deiner Sprache.


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